Blandine-Meinhardt.de

Seelen-Coaching...


Herzlich Willkommen auf meinem Blog "Seelenwege".

Warum ein Blog und warum "Seelenwege"?

Ich habe beschlossen,  hier einen Blog einzuführen, weil es bei meinem Angebot um die spirituelle Weiterentwicklung und die damit verbundenen Schritte und Wege geht, die unsere Seele nimmt.

Und damit wäre der Name "Seelenwege" auch bereits erklärt ;-)

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen.

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17.12.2011
~ Projektionen ~

Wir alle kennen noch die alten Overhead-Projektoren, die wir in der Schule im Unterricht manchmal zu sehen bekamen. Der/die betreffende Lehrer/in beschrieb eine Folie, legte sie auf den Projektor und mittels einer Lampe (sehr einfach gesagt, das Ganze ist etwas komplexer) wurde das Bild von der Folie auf die blanke Wand projiziert. Später wurden Projektoren dieser Art von moderneren Varianten wie Beamern abgelöst.

So in ungefähr können wir uns auch den Vorgang der Projektion des Ego vorstellen. Das Ego speichert sozusagen alte Erfahrungen nebst den dazugehörigen Emotionen ab und ruft diese immer wieder ab, sobald es scheinbar ähnliche Erfahrungen macht.

Die Krux an der Sache ist, dass das Ego dabei nicht unterscheiden kann zwischen der alten Erfahrung und der Realität. Oft geschieht es also, dass man sich an etwas scheinbar erinnert fühlt, die dazugehörigen alten Emotionen abruft  und die aktuelle Situation im schlimmsten Fall sogar völlig falsch einschätzt.

Die Folgen solcher Projektionen sind die uns allen bekannten "Endlosschleifen", in denen Menschen oft festzusitzen scheinen "Ich erlebe immer das selbe" bekomme ich in der Praxis oft zu hören. Menschen werden misstrauig, ängstlich, wütend, aggressiv, traurig, schlagen nicht nur verbal um sich und verletzen ständig einander, solange sie ihre eigenen Projektionen nicht erkennen. Dies führt zu einem ständigen "Wiedererleben" von Situationen und kann das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, der "Falle" nicht entrinnen zu können, hervorrufen und verstärken.

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Das Thema ansich ist so breit gefächert, dass ich hier nicht auf alle Aspekte eingehen kann. Jedoch ist es mir wichtig zu sagen, dass es sich immer lohnt, die eigenen Projektionen (und nicht nur die der anderen) zu erkennen. Wir können uns und unseren Mitmenschen nicht wirklich in Freiheit begegnen, solange die Vergangenheit noch im Jetzt gegenwärtig ist  und die Zukunft wie ein längst geschriebenes Buch vor uns zu liegen scheint.

Die Zukunft ist - bis sie geschieht - ein größtenteils unbekannter Ort. Und solange wir unsere Projektionen nicht erkennen, werden wir das unbeschriebene Blatt vor uns, das für unser Leben steht, nicht wirklich neu beschriften können. Wir werden, wie ein schlechter Regisseur, einfach nur den alten Film von neuem abspielen und behaupten, es wäre alles neu und unsere Realität.

Sich selbst zu erkennen bedeutet, eine neue Realität zu erschaffen, ohne das Flüstern des Gestern in unserem Ohr...

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 04.01.2012

~ Sinn & Sinnlosigkeit ~

Da war dieser Morgen, an dem ich mich noch einmal auf die andere Seite wälzte und mit einem tiefen Gefühl irgendwo in meiner Bauchmitte die Augen aufschlug. 07:15 Uhr. Eigentlich perfekt zum Aufstehen. Doch irgendwie war ich im laufe der Jahre zu einem Murmeltier mutiert und ich wusste nicht einmal warum.

An Aufstehen war irgendwie nicht zu denken. Warum auch? Ich hatte Urlaub und nichts vor, der Tag lag vor mir - öde, grau, verregnet und kalt. Wozu aufstehen? Es gab keinen Grund...

Ich versuchte noch einmal einzuschlafen, das Gefühl in meiner Bauchmitte jedoch liess mich nicht zur Ruhe kommen. So schleppte ich mich aus dem Bett, machte das gekippte Fenster zu und schlurfte weiter in Richtung Heizung, die ich voll aufdrehte, bevor ich dann endlich das Bad betrat. 

Dort stand ich nun vor dem Waschbecken und was als Gefühl in meiner Bauchmitte begonnen hatte, wurde zu einem riesengroßen Kloß, der, wenn ich mich auf ihn konzentrierte, vor dunkler Energie nur so waberte. 

Normalerweise wenn ich mich auf etwas konzentriere, dann sehe ich bunte Farben, die leuchten. Aber diesmal war es anders - da war schlichtweg nur noch Trübnis in mir. 

Wie bekannt mir doch dieses Gefühl ein Leben lang schon vorkam. Und doch hatte ich es nie wirklich einordnen können. 

Machten die Dinge denn überhaupt einen Sinn? Wie sinnvoll war dieses Leben denn, das aus mindestens acht Stunden Arbeit, acht Stunden Schlaf und acht Stunden, in denen wir versuchen all das, was uns in den anderen 16 Stunden nicht möglich ist,  zu erledigen?

Das Leben war überschattet von einer Schwere, die sich wie blei an meine Gliedmaßen hängte und dort dafür sorgte, dass mir nichts wirklich Freude bereitete, weil für mich nichts wirklich einen Sinn machte. 

Sinnlosigkeit... Irgendwer meinte einmal, dass die Dinge keinen Sinn ergeben müssten. Mich machte das wütend, weil schon zuviel in meinem Leben geschehen war, wofür ich keine Erklärung hatte und was mich tief verletzt hatte. Ich wollte nicht daran glauben, dass das Leben willkürlich handelt und ich kein Mitspracherecht hatte. "Schicksalsschläge" - die passieren einem einfach. Niemand kann was dafür. Und niemand was dagegen. Ich hasst es. 

Irgendwann begann ich zu erkennen, dass alles, was in meinem Leben geschehen war, früher oder später "zweckdienlich" für mich war. Ich hatte aus allem etwas dazu gelernt und mich Stück für Stück freigeschwommen aus Belastendem. Die Dinge bekamen einen Sinn für mich. 

Vielleicht ist es einfacher, einen Sinn in den Lebensniederlagen zu finden, wenn man erkennen kann, dass sie einen vielleicht an einen Punkt geführt haben, an dem durch das Gelernte sich vieles positiv verändert oder entwickelt hat. 

Doch einen Sinn in den kleinen Dingen zu finden - das war für mich nach wie vor nicht so einfach. Machte es Sinn tanzen zu gehen? Brachte es mir irgendwas, wenn ich ins Kino ging? Hatte ich was davon, wenn ich auch nur spazieren ging? Machte das Sinn? Scheinbar nicht, denn es waren scheinbar sinnlose Aktivitäten, die zu nichts Nutze waren. 

Und so schwankte ich an diesem Morgen ins Bad, bemerkte den dicken Kloß in meiner Mitte und erkannte, dass meine Überzeugung, dass diese Dinge keinen Sinn machten, ein Glaubenssatz war, den ich so übernommen hatte in der Vergangenheit.  

Mir war, als wäre ich aus einem langen düsteren Traum endlich erwacht. Und die Antwort war so einfach und doch so schwer. Spaß und Freude - das war der Sinn, der die kleinen Dinge  begleitete. Doch in mir war keine Freude mehr spürbar, weil mein Blick so sehr auf die Sinnlosigikeit gerichtet war, dass mir gar nicht aufgefallen war, dass das Leben selbst, die Lebensfreude, der Spaß und die Freude, die entstehen, wenn man etwas Schönes tut, den Sinn ausmachten, den ich suchte. 

Doch warum konnte ich das nicht sehen? Mir wurde klar, dass ich von vielen Dingen etwas erwartete, eine Art Erfüllung, die sie mir nicht gaben. Folglich erschienen sie sinnlos zu sein. Doch waren all diese Dinge nicht dafür zuständig, mir etwas zu schenken, das ich ersteinmal in mir selber finden musste. Nämlich den Zugang zu meiner Lebensfreude - sich am Leben erfreuen. 

Ich hatte viel zu lange meine unerfüllten Sehnsüchte auf alles mögliche projiziert und folglich waren die Erwartungen so groß, dass sie nur enttäuscht werden konnten. 

Mit dieser Erkenntnis wurde mir klar, dass man vom Leben nicht etwas erwarten darf, ohne selbst bereit zu sein, dafür etwas zu tun. Manchmal gibt es große und kleine Geschenke, doch immer liegt es in unserem Ermessen, welche Bedeutung wir den Dingen beimessen. Ein Kinobesuch kann bestimmt kein verpfuschtes Leben kitten. Nichts im Aussen kann einem geben, was einem innerlich fehlt. Es sei denn, man betrachtet diese Dinge als das, was sie sind - kleine Glückskekse, von denen man ab und an nascht, sich stärkt, bevor es weiter geht auf dem Weg zu unserem inneren Licht. 

Wenn man das Licht in sich entdeckt hat, dann spürt man die Lebensfreude, die wie ein nie enden wollender Quell hervor sprudelt.

Und so bekommt alles seinen eigenen Sinn - selbst die Sinnlosigkeit. 

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